Wenn wir von Swissness sprechen, meinen wir nicht nur ein Label auf einer Flasche. Für uns bei der Haltbarmacherei ist es eine tiefe Überzeugung, die jeden Tag spürbar wird – vom Moment der Ernte bis zur fertigen Konfitüre auf eurem Frühstückstisch. Wir möchten transparent zeigen, wie wir arbeiten und warum jede Entscheidung, die wir treffen, für Qualität, Nachhaltigkeit und echte Regionalität steht.

Von unserem Biohof direkt zu euch: Kurze Wege, maximale Frische

Alles beginnt auf dem Biohof Oberzinggen in Hellbühl, Kanton Luzern. Dies ist nicht irgendein Lieferant – es ist unser Zuhause und das Herz unseres Handelns. Der Hof wird von der Familie Joss in vierter Generation bewirtschaftet und ist seit 1994 nach Bio-Suisse-Standards zertifiziert. Das bedeutet, dass hier nicht nur wir, sondern auch die Menschen, die den Hof betreiben, nach denselben Prinzipien arbeiten: mit Respekt vor der Natur, mit Geduld und dem Vertrauen, dass echte Qualität ihre Zeit braucht.

Auf 32 Hektaren landwirtschaftlicher Nutzfläche wächst das, was wir jeden Tag verarbeiten. Eine halbe Hektare Erdbeeren, eine weitere halbe Hektare Himbeeren, und beeindruckende 6 Hektaren Haskap-Beeren. Diese Früchte sind nicht in anonymen Lagerhallen gelagert – sie reifen auf unseren Feldern heran, werden von uns selbst gepflückt und direkt nach der Ernte verarbeitet. Oft sind es nur wenige Meter vom Feld zur Produktionsstätte.

​Diese direkten Transportwege sind kein kleines Detail – sie sind essentiell für unsere Qualität und unsere Ökobilanz. Während regional hergestellte Lebensmittel durchschnittlich nur 150 Kilometer transportiert werden, legen überregionale Produkte 1.700 Kilometer zurück. Bei uns sind es oft nur wenige Meter.

Regionale Partnerschaften, die wir kennen und vertrauen

Wo unsere eigene Produktion nicht ausreicht, bauen wir enge Beziehungen zu anderen Bio-Bauernhöfen in unserer Region auf. Wir greifen nicht auf globale Märkte zurück – das ist eine bewusste Entscheidung. Die Bio-Hochstammzwetschgen für unsere Zwetschgen-Konfitüre stammen von ausgewählten Partnern, die unser Verständnis für Qualität teilen. Die Quitten kommen von Arbovitis, einem kleinen Verarbeitungsbetrieb im Fricktal, der sich aktiv für die Erhaltung von Hochstammobstbäumen und Artenvielfalt einsetzt.

Wenn wir diese Partner auswählen, dann nicht nur wegen des Produkts, sondern auch wegen ihrer Haltung. Wir wissen, wer unsere Früchte anbaut. Wir kennen die Gesichter dahinter. Das ist das Gegenteil von anonymer Massenproduktion – das ist eine Wertschöpfungskette, die auf gegenseitigem Vertrauen basiert.

Schweizer Bio-Rübenzucker: Ein Investment in Qualität und Ökologie

Einer der wichtigsten Rohstoffe für unsere Sirupe und Konfitüren ist der Zucker – und hier machen wir keine Kompromisse. Wir verwenden ausschließlich Bio-Rübenzucker aus der Schweiz. Das kostet uns etwa 70%  mehr pro Kilogramm als konventioneller Zucker, aber diese Investition ist es uns wert.

Warum? Weil sich Bio-Rübenzucker aus der Schweiz um etwa 37 Prozent weniger belastend auf die Umwelt auswirkt als importierter Bio-Fairtrade-Rohrzucker. Die höheren Erträge, die effizientere Produktion in Schweizer Fabriken und die kurzen Transportwege – das alles zusammen ergibt eine deutlich bessere Ökobilanz. Für uns ist das nicht einfach eine Rechnung, sondern ein Bekenntnis: Wir wollen nicht nur Bio sein, wir wollen auch ökologisch konsequent sein.

Der Biohof Oberzinggen baut auf rund 1 ha Bio Zuckerrüben an. Der Ertrag davon ist etwa die Menge, die wir verbrauchen. 

Bio Suisse Knospe: Unser Standard

Die Bio Suisse Knospe ist für uns ein echtes Versprechen, das wir täglich einlösen. Die Bio-Suisse-Standards sind die strengsten im deutschsprachigen Raum – sie gehen weit über einfache Bio-Labels hinaus. Das bedeutet konkret: Mindestens 90 Prozent unserer Rohstoffe müssen aus der Schweiz stammen. Das ist nicht einfach zu erfüllen in einer globalisierten Welt, aber es ist eine Verpflichtung, die wir gerne eingehen, denn sie sichert ab, dass wir echte Schweizer Qualität liefern.

Darüber hinaus muss die gesamte Wertschöpfungskette – vom Anbau über die Verarbeitung bis zum Handel – nach Bio-Suisse-Richtlinien zertifiziert sein. Das bedeutet: Es gibt keine versteckten Zulieferer, keine fragwürdigen Lieferanten, keine Lücken in unserer Transparenz.

Für unseren Biohof Oberzinggen bedeutet die Bio-Suisse-Zertifizierung konkret: Der gesamte Betrieb wird nach biologischen Grundsätzen bewirtschaftet – nicht nur einzelne Kulturen. Die Biodiversität wird aktiv gefördert. Die Tiere werden artgerecht gehalten. Künstliche Düngemittel und Pestizide haben hier keinen Platz. Und diese Standards kontrollieren wir nicht nur auf dem Papier – wir leben sie täglich.

​Was uns besonders wichtig ist: Transparenz statt Marketing. Auf unserer Website nennen wir konkret, woher unsere Zutaten stammen. Ihr könnt nachvollziehen, welche Früchte vom Biohof Oberzinggen kommen und welche von unseren Partnerbetrieben. Ihr kennt die Namen dieser Höfe. Ihr könnt euch vorstellen, wer diese Früchte anbaut, mit welcher Sorgfalt das geschieht. Das ist das, was wir unter Swissness verstehen: nicht Heimatgefühl aus dem Marketing, sondern echte, nachvollziehbare Qualität.

Handwerk und Leidenschaft: Wie unsere Produkte entstehen

Seit 2024 leitet Michael Brunner, ein gelernter Koch, unsere Manufaktur in einem 100-Prozent-Pensum. Das ist kein Zufall – ein Koch versteht Geschmack, versteht Zutaten, versteht, wie man mit Bedacht und Geduld aus einfachen Rohstoffen etwas Außergewöhnliches schafft. Jeden Tag schwingen wir mit voller Leidenschaft die Kochtopfkelle – per Hand, nicht maschinell. Das ist zeitaufwändig, aber es ist die einzige Weise, wie wir die Qualität garantieren können, die wir versprechen.

Die Produktion in kleinen Chargen ermöglicht es uns, jeden Herstellungsschritt genau zu kontrollieren. Wir beobachten, wie die Früchte ihre Farbe verändern. Wir riechen, wenn das perfekte Aroma erreicht ist. Wir kosten, um sicherzustellen, dass alles stimmt. Das ist das Gegenteil von Massenproduktion in riesigen Industrieanlagen, wo Maschinen nach strikten Parametern arbeiten, ohne die Seele des Produkts zu erfassen. Unser Leitmotiv heißt bewusst „Klasse statt Masse“ – wir wollen lieber weniger, aber dafür echte Qualität produzieren.

Natürlich, pur, ohne Tricks

Wenn wir Konfitüre oder Sirup machen, dann verwenden wir nur das, was wir auch selbst essen würden. Keine biochemische Zitronensäure – sondern ausschließlich frischer Zitronensaft. Keine Farb- oder Geschmacksverstärker, keine Essenzen, keine versteckten Zusatzstoffe. Das einzige Hilfsmittel, das wir verwenden, ist natürliches Reinpektin, um die richtige Konsistenz zu erreichen.

Das bedeutet auch: Unsere Produkte sind komplett vegan. Die Farben, die ihr in unseren Gläsern seht, sind das Resultat sorgfältiger und schonender Verarbeitung – nicht das Ergebnis von Additiven oder chemischen Prozessen. Wenn die Erdbeeren rot sind, dann weil wir sie richtig behandelt haben. Wenn der Sirup golden glänzt, dann weil die Früchte das so hergeben. Die Bio Suisse Richtlinien verbieten sowieso unnötige Arbeitsschritte, die zwar Kosten sparen, aber die Qualität mindern. Für uns sind diese Richtlinien nicht eine Beschränkung, sondern eine Bestätigung unserer eigenen Überzeugung.

Nachhaltigkeit: Transportwege, Glas und Verantwortung

Kurze Wege, maximale Wirkung

Unsere Rohstoffe legen nur wenige Kilometer zurück – und das ist vielleicht der wichtigste Punkt unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Die Früchte wachsen auf unserem Hof oder bei unseren Nachbarn, werden frisch geerntet und sofort verarbeitet. Keine Lagerung in Kühlhäusern hunderte Kilometer entfernt, kein langes Warten in Transportketten.

Das spart nicht nur CO2, sondern unterstützt auch direkt die Bio-Landwirtschaft in der Zentralschweiz. Durch den Kauf unserer Produkte helft ihr mit, Arbeitsplätze in eurer Region zu sichern und die Versorgungssicherheit zu stärken. In einer Zeit, in der globale Lieferketten fragil werden, ist regionale Produktion nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich klug.

Viele frisch abgefüllte Konfitüren-Gläser in Reihen aufgestellt

Glasverpackungen: Das Material der Wahl

Unsere Produkte kommen in Glasflaschen – und das ist eine bewusste Entscheidung. Glas gibt nichts an unsere Produkte ab, nimmt ihnen nichts weg. Während Kunststoffverpackungen Stoffe an Lebensmittel abgeben können, bleibt in Glas alles rein und unverfälscht. Zudem kann Glas unendlich oft recycelt werden, ohne an Qualität zu verlieren. Das ist ein perfekter Kreislauf – etwas, das wir im Gegensatz zu vielen anderen Verpackungsmaterialien wirklich nachhaltig nennen können.

Fair ist nicht einfach – aber es ist richtig

Die Bio Suisse Zertifizierung garantiert echte Fair Trade – das geht über bloße Ökologie hinaus. Die Zertifizierung umfasst klare Richtlinien für faire Arbeitsbedingungen und ethische Handelsbeziehungen. Das ist ein großer Unterschied zu vielen anderen Bio-Labels, wo es manchmal nur um ökologische Kriterien geht.

Für uns konkret bedeutet das: Wir zahlen faire Preise für die Bio-Rohstoffe, die wir von unseren Partnern kaufen. Wir arbeiten mit Betrieben zusammen, die ihre Mitarbeiter fair bezahlen und unter legalen Bedingungen arbeiten lassen. Bei unserem Bio-Rübenzucker sprechen wir von Produktion, die nach sehr hohen sozialen Standards erfolgt – das ist nicht irgendwo in der Welt, sondern hier in der Schweiz.

Michael Brunner leitet die Haltbarmacherei im 100-Prozent-Pensum. Der Biohof Oberzinggen beschäftigt drei Festangestellte und zwei bis drei Saisonangestellte. Das sind echte Arbeitsplätze, keine prekären Verhältnisse. Das sind Menschen, die wir kennen, mit denen wir zusammenarbeiten, für deren faire Behandlung wir einstehen. Das ist nicht „fair trade“ im abstrakten Sinne, sondern echte, lokale Fairness.

Und ja – das macht unsere Produkte teurer. Ein Kilogramm Bio-Suisse-Zucker kostet etwa doppelt so viel wie konventioneller Zucker. Aber dieser Preis ist es wert, wenn ihr wisst, dass dahinter echte Qualität, echte Nachhaltigkeit und echte Fairness steckt.

Was Swissness für uns wirklich bedeutet

Swissness ist für uns keine Marketing-Strategie und kein aufgesetztes Versprechen. Es ist eine tägliche Praxis. Es bedeutet, dass wir konsequent regionale Rohstoffe verwenden, selbst wenn sie teurer sind. Es bedeutet, dass wir handwerklich arbeiten, auch wenn Maschinen schneller wären. Es bedeutet, dass wir transparent kommunizieren über das, was wir tun, selbst wenn das aufwändiger ist als vage Aussagen.

Swissness bedeutet auch: Verantwortung übernehmen. Für die Umwelt, für die Zukunft der regionalen Landwirtschaft, für die Tiere auf unserem Hof, für die Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten. Die Bio Suisse Knospe steht für die Überzeugung, dass wir heute Menschen eine gute Lebensgrundlage bieten können, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu beeinträchtigen. Das ist unser Anspruch.

Danke, dass ihr Teil unserer Geschichte seid

Wenn ihr eines unserer Produkte kauft, unterstützt ihr nicht einfach ein Unternehmen – ihr unterstützt eine Haltung. Ihr helft mit, die Bio-Landwirtschaft in der Zentralschweiz zu bewahren und zu stärken. Ihr zeigt, dass Transparenz, Nachhaltigkeit und Fairness für euch wichtig sind. Ihr vertraut darauf, dass wir konsequent das umsetzen, was wir versprechen.

Das ist ein großes Vertrauen, und wir nehmen es ernst. Jeden Tag. Mit jeder Flasche, die wir füllen, mit jedem Glas Konfitüre, das wir mit Sorgfalt verschließen. Das ist unser Verständnis von Swissness – nicht nur Schweizer Qualität, sondern Schweizer Verantwortung. Und dafür sind wir dankbar.

Haltbarmacherei